Warum schlafe ich schlecht? 4 Gründe und was du dagegen tun kannst.

Wir schlafen, damit sich unser Körper regeneriert. Das passiert sowohl auf körperlicher als auch geistiger Ebene, denn in der Nacht verarbeiten wir unterbewusst das tagsüber Erlebte. Im Schlaf wird unser Gehirn quasi generalsaniert. Es finden Umbau- und Aufräumarbeiten statt und Informationen und Sinneseindrücke werden sortiert und archiviert. Zu lange Wachphasen und Schlafmangel sind also nicht nur eine körperliche, sondern vor allem auch eine geistige Belastung.

Wir haben die Schlafexpertin Christine Dreyer, die vor über 15 Jahren die Schlafschule Hannover gegründet nach den häufigsten Gründen für Probleme beim Schlafen gefragt.

 

4 Gründe für schlechten Schlaf:

 

1. Es ist zu laut.

Da wir einen großen Teil der Schlafphasen in einem eher leichten Schlaf verbringen, können wir durch manche Geräusche leicht aufwachen. Wir sind zudem darauf programmiert, bestimmte Dinge auch im Schlaf noch wahrzunehmen. Oft ist es das Schnarchen des Partners, das uns nicht einschlafen oder ständig aufwachen lassen.

Die Lösung: Versuche, potentielle Geräuschquellen so weit wie möglich zu reduzieren und schaue, ob dies einen positiven Einfluss auf deinen Schlaf hat. Wenn du deinen schnarchenden Partner nicht dauerhaft aus dem Schlafzimmer verbannen willst, macht es Sinn, die Problematik mit professioneller Hilfe gemeinsam in Angriff zu nehmen.

 

2. Es ist zu hell.

Auch wenn wir es nicht direkt wahrnehmen, kann trotz Vorhänge vor dem Fenster zu viel Licht in unser Schlafzimmer kommen. Auch sehr wenig Licht kann vor allem bei Personen mit Schlafproblemen negativen Einfluss auf den Schlaf haben.

Lösung: Sorge dafür, dass dein Schlafzimmer abends so dunkel wie möglich ist und beobachte, ob du eine Verbesserung deiner Schlafqualität bemerkst.

 

3. Wir machen nie Feierabend.

Durch die ständige Erreichbarkeit vermischen sich Berufs- und Privatleben heutzutage immer mehr. Wir haben verlernt, wirklich Feierabend zu machen und sind immer im Bereitschaftsmodus.

Lösung: Sei konsequent und trenne Arbeit und Privatleben strikt. Versuche abends rechtzeitig von Jobthemen Abstand zu nehmen. Mach dir bewusst, dass du nicht pausenlos erreichbar sein musst. Lege dir einen tatsächlichen Feierabend zu und schaue, welche Auswirkungen dies langfristig auf deinen Schlaf hat.

 

4. Wir bewegen uns zu wenig.

In der heutigen Arbeitswelt verbringen wir viel zu viel Zeit vor Bildschirmen. Es ist die körperliche Arbeit, die uns wirklich müde machen würde, doch weil wir in erster Linie unser Gehirn auspowern, bleibt unser Körper bis zum Abend fit und will nicht schlafen.

Lösung: Halte körperliche und geistige Anstrengung in Balance. Gerade wenn du in der Arbeit geistig stark beansprucht wirst, ist es wichtig, dass du auch deinen Körper nicht vernachlässigst und dich zum Sport aufraffst, auch wenn dies genau dann oft schwer fällt. Auch ein langer Spaziergang kann schon helfen, deinen Schlaf zu verbessern. Finde den für dich richtigen Ausgleich durch Bewegung und schaue für dich, ob du langfristig dadurch besser schläfst.

 

Praktischer Tipp von der Schlafexpertin

Christine Dreyer von der Schlafschule Hannover rät dazu, abends den Körper auf den Schlaf vorzubereiten und 90 Minuten vor dem zu Bett gehen keine digitalen Medien mehr zu nutzen, sondern zu lesen oder spazieren zu gehen. Eine Atemübung von der Expertin, die dir beim Einschlafen oder Wiedereinschlafen hilft, findest du hier:

 

über den Autor

Magdalena

Magdalena

Magdalena unterstützt unsere SchlafexpertInnen bei Schlafzzz als Redakteurin. Auch ihr liegt das Thema gesunder Schlaf und gut schlafen ohne Medikamente sehr am Herzen.

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